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Alfons Jestl

Zwischen Liebe und Liebe gespalten

 

 

 

Alfons Jestl / Wilfried Scheidl
Zwischen Liebe und Liebe gespalten
Lyrik
mit Bildern von Albert Bundschuh
Tyrolia Innsbruck 1995
ISBN 3 7022 1997 8

 

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Lyrik
Die Fee im Kirschbaum
Die Sandalen des Mose
Der nackte Kaiser
Den Wasserkrug zerschlagenen tragen
Zwischen Liebe und Liebe gespalten
Mein Rahmen fällt in die Hoffnung
Übersetzung ins Ungarische
Übersetzung ins Slowakische
Besprechungen
Theologie Kunst Literatur
Vita
Kontakt

 zum magnifikat

stürze uns von den podesten
wirf uns hinunter

mach uns leer und arm

und wir werden wieder
nach deinen gaben hungern

die triebe der rose
werden auf das

wesentlich einzigartige
reduziert

 

unter-dunkel-bewusstes

springen wir herunter
der zeit-zucker-glasur
etikettierter stempel-
lebens-vollzüge erpressungen

uns an den händen
haltend laufen wir
hinein in den zauber-
dunkel-wald verbotenen

um einzutauchen in
den rachen urmächtiger
gewalten unserer
gefühls-gedärme-schatten

dann tragen uns die
inneren kräfte alter
götter-mächte untersagter
auf sonnen-gold-hügel

 

färben-treiben

der wind treibt das
blatt-ver-färben
herbstfallend von

den bäumen die herbst-
sonne küsst dich mich
      das älter-

grau unserer haare
glänzt wort-ernst
irgendwann

werden wir weise
uns treibt der wind
herbst-laub-lachend

 

magdalena

bin ich eine maske
meines seins
zwischen liebe und
liebe gespalten
in kirchlich
die menschen zu
»lieben« und das
maria
magdalenenhafte
darf nicht sein

hinter der maske
räkelt sich leben
das wahrhaft
in mir treibt
und mich greift
bis es mich
erdolcht zwischen
maske und sein

 
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